Grußwort

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

Im letzten Jahr des Jahrzehnts der „Knochen und Gelenke“, das die Weltgesundheitsorganisation ausgerufen hat, gewinnt auf wissenschaftlicher Seite ein Thema an Bedeutung, das bisher zu wenig Beachtung gefunden hat: Der Wirbelkörperbruch. Wirbelkörper- oder auch Wirbelbrüche sind die häufigste, jedoch weitgehend unbekannte Folge der Osteoporose. Deswegen, und weil eine große und stetig wachsende Zahl von Menschen von Osteoporose betroffen sind, werden Ursachen, Symptome und Folgen der Brüche dieses Jahr auch Schwerpunktthemen bei nationalen und internationalen Kongressen sein, und auch beim Welt-Osteoporose-Tag 2011 am 20. Oktober.

Im Mittelpunkt jeder Diskussion um bessere Behandlungsmöglichkeiten müssen unserer Meinung aber die Patientinnen und Patienten selbst stehen, und sie müssen sich vor allem auch an der Diskussion beteiligen.

Wir als älteste Osteoporose Patientenorganisation in Deutschland sind deshalb Partner der Initiative „Jetzt gerade! Auf den Wirbel kommt es an“, um das wichtige Thema Wirbelbruch in die Gesellschaft zu tragen. Der Wirbelbruch ist in Deutschland viel zu wenig bekannt und wird in seiner Häufigkeit und in seinen Folgen dramatisch unterschätzt. Was wir fordern, haben wir in einem Memorandum niedergelegt. Mehr über die Initiative und unsere Aktivitäten erfahren Sie auf dieser Internetseite.

Wir appellieren an öffentliche und private, kirchliche und wissenschaftlichen Organisationen und Institute, alle Akteure des Gesundheitswesens aus Ärzteschaft, Krankenkassen, Verbänden und Politik, sich unserer Initiative anzuschließen, Teil eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses zu werden, eine Haltungsänderung in der Gesellschaft anzustoßen und Betroffenen „den Rücken zu stärken“. Viele Menschen sind betroffen, und noch mehr gefährdet.
Männer sind übrigens ebenfalls von Osteoporose und Wirbelbrüchen betroffen: Was bisher als reine Frauenkrankheit gilt, wird sich durch den demographischen Wandel immer stärker auch zum Männerleiden entwickeln. Es gilt, den Vorurteilen bereits jetzt entgegen zu wirken und Männer in die Aufklärung einzubeziehen, um präventiv zu wirken.

Im Wissen um Prävention, Diagnose und Therapie gibt es vieles zu verbessern, und Sie können selbst einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, wenn Sie sich informieren und einmischen.
Jetzt gerade – Zeigen Sie Rückgrat!

Ihre
Birgit Eichner