Memorandum

Ihre Ziele und Forderungen hat die Initiative „Jetzt gerade! Auf den Wirbel kommt es an“ in einem Memorandum niedergelegt. Sie dient als inhaltliche Plattform der Aufklärungsarbeit.

Memorandum_Wirbelbruch

Die wichtigsten Punkte:

Wirbelbruch: Zeit zu handeln!
Wirbelkörper- oder auch Wirbelbruch ist die häufigste, jedoch weitgehend unbekannte Folge der Osteoporose. Das Aktionsbündnis „Jetzt gerade! Auf den Wirbel kommt es an“ will gesellschaftliches Bewusstsein dafür schaffen und ein Umdenken anstoßen.

Wirbelbruch
… ist keine unabänderliche Alterserscheinung
Diese Ansicht ist angesichts erfolgreicher Therapien überholt. Ein Umdenken in der Öffentlichkeit ist deshalb dringend erforderlich.

Ältere Menschen sind heute aktiv und haben einen Anspruch auf optimale Behandlung, die ihnen Lebensqualität bis ins hohe Alter ermöglicht.

… hat gravierende Folgen
Wirbelbruch verursacht einen Teufelkreis aus chronischen Schmerzen, Verlust an Mobilität und Alltagsbewältigung sowie sozialem Rückzug. Dadurch verschlechtern sich Lebensqualität und Gesundheitszustand der Betroffenen erheblich.

Eine nach mehrfachen Wirbelbrüchen gekrümmte Wirbelsäule verengt den Brustkorb und kann die Atmung behindern, so dass Betroffene häufiger an Bronchitis und Lungenentzündungen erkranken.

Viele Wirbelbruch-Patienten verlieren ihre Selbständigkeit und werden pflegebedürftig. Das verursacht viel persönliches Leid und hohe Kosten.

…ist eine Volks-, aber keine Frauenkrankheit
Experten gehen davon aus, dass vier von zehn Frauen, die heute 50 Jahre alt sind, in ihrem weiteren Leben einen Wirbelbruch erleiden werden.

Ungefähr 227.000 Menschen zwischen 50 und 79 Jahren erleiden jedes Jahr in Deutschland einen Wirbelbruch.
Etwa 1,8 Millionen Menschen dieser Altersgruppe müssen bereits mit einem oder mehreren Wirbelbrüchen leben.

Mit dem demographischen Wandel wird die Zahl der Wirbelbrüche noch drastisch zunehmen.

Auf Männer entfallen zwischen 35 und 37% aller Wirbelbrüche.

… wird viel zu oft übersehen
Zwei Drittel der Wirbelbrüche, so schätzen Experten, werden nicht richtig diagnostiziert und entsprechend unzureichend behandelt. Dadurch verschärft sich das Problem – es drohen Dauerschäden.

Je früher der Bruch behandelt wird, desto größer sind die Chancen, irreparable Folgen zu verhindern.