Überblick
Die menschliche Wirbelsäule besteht, neben dem Kreuz- und dem Steißbein, aus 24 beweglichen Wirbeln. Bei gesunden Menschen sind diese Wirbel sehr stabil. Sie brechen nur unter massiver Gewalt, etwa durch einen Unfall oder Sturz aus großer Höhe.
Anders ist das bei Menschen, die unter Osteoporose, also dem Abbau der Knochenmasse, leiden. Das sind in Deutschland fast acht Millionen Menschen, 1,3 Millionen der Betroffenen sind Männer. Bei vielen von ihnen haben auch die Wirbelkörper stark an Substanz verloren. Dann reicht oft schon eine kleine Belastung, beispielsweise eine Körperdrehung oder das Anheben einer Einkaufstüte, und ein Wirbel bricht in sich zusammen – etwa so, als wenn ein Stück Baguette zusammengedrückt wird.
Ein Wirbelbruch ist meist mit heftigen Schmerzen verbunden- aber nicht immer. Es besteht also die Möglichkeit, dass ein Wirbelkörpereinbruch zuerst einmal völlig ohne äußerliche Beschwerden auftritt. Durch Wirbelbrüche (Wirbelkörpereinbrüche) beginnt die Wirbelsäule sich jedoch zu deformieren. Der Mensch wird etwas kleiner, und die Wirbelsäule krümmt sich ein Stück nach vorne. Sind mehrere Wirbel gebrochen, entsteht der typische Rundrücken, im Volksmund „Witwenbuckel“ genannt.



