Wie häufig sind Wirbelbrüche?

Wirbelbrüche ist eine sehr häufige Folgeerscheinung bei Osteoporose –allerdings wissen viel zu wenige Menschen davon. Statistisch gesehen werden vier von zehn Frauen, die heute 50 Jahre alt sind, in ihrem weiteren Leben mindestens einen Wirbelbruch erleiden. Jedes Jahr bricht bei ungefähr 227.000 Menschen in Deutschland ein Wirbel, schätzen Experten (Quelle: Leitlinie Osteoporose bei Erwachsenen, Dachverband Osteologie DVO, 2009). Laut Stat. Bundesamt gehören im Jahr 2008 zu dieser Altersgruppe 14,6 Mio. Frauen und 13,5 Mio Männer. Die Zahl der Patienten mit osteoporosebedingten Frakturen in Deutschland wird auf 3 Millionen geschätzt (Quelle: Pollähne, W. &  Minne, H.W. (2001): Epidemiologie, Diagnostik und klinisches Bild der Osteoporose. In: Bundesgesundheitsblatt, Ausg. 44, S. 32-36).

Alleine aufgrund des demographischen Wandels wird die Zahl der Wirbelbrüche drastisch zunehmen. Fachleute nehmen an, dass bis 2050 doppelt so viele Menschen wie heute an Osteoporose erkranken werden. (Bericht der Europäischen Gemeinschaft 1998 – aktualisiert: 2008). Die Zahl der Osteoporose-bedingten Wirbelbrüche dürfte sich ebenfalls verdoppeln.

Osteoporose tritt – entgegen einem verbreiteten Vorurteil – nicht nur bei Frauen auf. Männer sind in starkem Maße betroffen und haben prozentual sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit, bei Osteoporose auch Wirbelbrüche zu erleiden. Auf sie entfallen über ein Drittel aller Wirbelbrüche.